FAQs

Wie bist du auf die Idee zu der Hollyhill-Reihe gekommen?

AP: Woher die Idee genau kam, weiß ich gar nicht mehr, aber inspiriert hat mich auf jeden Fall eine TV-Serie, die ich in den Neunziger Jahren unheimlich gern gesehen habe: „Ausgerechnet Alaska“ hieß die. Sie handelte von einem Arzt aus New York, der in einem winzigen Kaff in Alaska sein Studiendarlehen abarbeiten sollte. Seither ist so ein überschaubarer Ort mit liebenswerten, skurrilen Bewohnern ein absolutes Highlight für mich, wann immer ich eine solche Geschichte im Fernsehen oder im Kino sehe oder ein Buch darüber lese. Die „Hollyhill-Reihe“ sollte der Stoff sein, den ich selbst gern lesen möchte. Und natürlich darf dabei die Liebesgeschichte nicht zu kurz kommen.

In welcher Reihenfolge werden die Romane gelesen?

AP: Zurück nach Hollyhill, Verliebt in Hollyhill, Für immer Hollyhill.

Warum Zeitreisen?

AP: Das hat wohl viel damit zu tun, dass ich eine Schwäche für Historien-Dramen habe. Ich finde es super interessant, wie die Menschen zu anderen Zeiten gelebt haben. Und wenn man einen Roman schreibt, ist es mit am wichtigsten, dass man nicht das Interesse an seinem eigenen Stoff verliert. Immerhin ist man normalerweise über viele Monate damit beschäftigt, weshalb ich am liebsten über Dinge schreibe, die ich selbst spannend finde.

Wie recherchierst du für deine Romane?

AP: Es sind ja keine Historien-Schinken, die ich schreibe, deshalb hält sich der Zeitaufwand für die Recherche einigermaßen in Grenzen. Die Achtziger Jahre, die in „Zurück nach Hollyhill“ eine Rolle spielen, habe ich selbst erlebt. Für „Verliebt in Hollyhill“ habe ich allerdings schon relativ viel recherchiert, und zwar in England selbst. Ich war unter anderem in Jane Austens Wohnhaus in Chawton, um mir anzusehen, wie die Engländer damals, zu Beginn des 19. Jahrhunderts, gelebt haben. Ich habe viel mit den Mitarbeitern des National Trust gesprochen und dabei jede Menge Details erfahren, wie zum Beispiel, dass es schon damals billige und teure Kerzen gab, dass sie sich im Duft voneinander unterschieden und dass generell sparsam damit umgegangen wurde, was für eine Schriftstellerin natürlich schon mal zum Problem werden konnte.

Wolltest du schon immer Schriftstellerin werden?

AP: Nein, ich wollte immer schreiben, habe aber nie an Schriftstellerei gedacht, das kam mir viel zu unrealistisch vor. Stattdessen bin ich Journalistin geworden und hab mich erst vor ein paar Jahren ans erste Buch gewagt. Im Frühjahr 2011 habe ich mit „Zurück nach Hollyhill“ begonnen.

Die Hollyhill-Romane spielen in England. Hast du einen besonderen Bezug dazu?

AP: Vielleicht war ich in einem früheren Leben Engländerin? Ich liebe diese Insel einfach. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich ja im Grunde nur den Süden kenne. Und dann wieder Schottland, dazwischen war ich noch nicht. Aber Südengland ist traumhaft mit dieser sanften Hügellandschaft, den zerklüfteten Küsten, den kleinen Orten wie St. Ives und natürlich dem Dartmoor, wo ja auch Hollyhill angesiedelt ist. Ich liebe die freundlichen Menschen dort, die Sprache, das Essen und die Pubs. Und das Meer.

Wie arbeitest du? Gibt es spezielle Methoden, die du beim Romanschreiben anwendest?

AP: Ja,  ich nutze zum Beispiel Karteikarten, während ich schreibe – wenn mir etwas einfällt, das ich unbedingt an anderer Stelle noch erzählen oder erklären muss, schreibe ich es auf. Immer mal wieder gehe ich dann die Karteikarten durch und am Ende des Romans noch einmal sehr gründlich, damit ich nichts vergesse. Darüber hinaus verwende ich natürlich ein Notizbuch, um eine Geschichte zu entwerfen, wie sich das gehört ;-).

Hast du ein Schreibritual?

AP: Ich glaube nicht. Ich arbeite generell an meinem Schreibtisch, nicht in einem Café oder so. Ich brauche absolute Ruhe, also keine Musik (selbst die Spülmaschine stört mich). Ich trinke viel Tee und freue mich, wenn die Katze vorbeikommt, um mich vom Arbeiten abzuhalten.

Hat man als Autorin und Journalistin auch mal Probleme mit Schreibblockaden?

AP: Ich habe wirklich den Eindruck, Schreibblockaden gibt es nicht. Es gibt gute und schlechte Tage, aber generell muss man sich hinsetzen, Zweifel und Lustlosigkeit überwinden, und einfach machen. Schreiben hat unglaublich viel mit Disziplin zu tun.

Wie sieht dein Arbeitstag als Autorin aus? Gibt es einen besonderen Tagesablauf?

AP: In einer Schreibphase versuche ich, spätestens um 9 Uhr mit der Arbeit zu beginnen und so lange zu schreiben, bis ein Pensum von 1500 bis 2000 Wörtern geschafft ist. Das kann drei oder acht Stunden dauern, je nach Tagesform. Aber der Alltag besteht ja nicht nur aus schreiben – ein Buch muss auch geplant, die Geschichte entworfen, die Charaktere erfunden werden. Aber auch hier arbeite ich quasi von 9 bis 17 Uhr – ich war wohl zu lange im Büro … 😉

Woher bekommst du dein Inspiration?

AP: Überall her. Bücher, Fernsehen, auf der Straße, in der Badewanne. Mir fallen Kleinigkeiten auf, und ich notiere sie sofort, um dann eventuell irgendwann einmal eine Geschichte drumherum zu spinnen. Ich habe ein Notizbuch neben meinem Bett liegen, mit einem Kugelschreiber, mit dem man auch im Dunklen schreiben kann.

Ist es möglich nur vom Schreiben zu leben?

AP: Das gelingt vermutlich nur den wenigsten, man braucht sehr viel Glück dazu und hat man es mal geschafft, weiß man nie, wie lange es gutgeht. Das Schriftstellerdasein ist nunmal eine Freiberuflichkeit – da hat man nie Sicherheiten. Die meisten schreiben nebenbei, schätze ich.

“Für immer Hollyhill” ist der dritte und letzte Band der Hollyhill-Trilogie. Wie geht es jetzt weiter?

AP: Einen weiteren Roman habe ich bereits beendet – eine Familien-Liebesgeschichte, Erwachsenenbelletristik, aber mehr darf ich dazu noch nicht verraten.

Ich schreibe selbst und würde dir gern meine Geschichte zeigen. Könntest du mir Feedback geben?

AP: Ich fürchte, das kann ich leider nicht. Um eine Geschichte ausführlich beurteilen zu können, fehlt mir die Zeit, denn ich muss ja selbst schreiben – und vermutlich fehlt mir auch die Kompetenz, um andere Texte zu bewerten. Sorry!

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