Gerade gelesen: The Scorpio Races

It is the first day of November and so, today, someone will die.

Ach, Maggie. Was für ein herrlicher, erster Satz (besonders von dir gelesen, wie auf der Leipziger Buchmesse).

„The Scorpio Races“, das in Deutschland unter dem Titel „Rot wieder das Meer“ erschien, ist quasi das Herzensbuch von Maggie Stiefvater, das sie eigenen Angaben zufolge bereits vor Jahren schreiben wollte, fasziniert von der keltischen Legende über die Wasserpferde, die die Menschen erst betörten und dann den Tod brachten. Maggie Stiefvater kreierte nun ihre eigene Geschichte um diese Sage, und die geht so:

The Scorpio RacesAuf der kleinen, unwirtlichen Insel Thisby liefern sich die Bewohner einmal im Jahr ein Rennen mit den gefährlichen Wasserwesen Capaill Uisce, wunderschönen, aber tödlichen  Pferden, mit denen die Menschen eine seltsame Hassliebe verbindet. Die Teenager Sean Kendrick und Puck Connolly haben beide geliebte Menschen an die Capaill Uisce verloren. Sean reitet seit dem Tod seines Vaters jedes Rennen mit und gewinnt die meisten, Puck will nach dem Tod ihrer Eltern als erste Frau an dem Rennen teilnehmen.

  1. „The Scorpio Races“ ist das erste Buch von Maggie Stiefvater, das nicht zu einer Reihe gehört und ganz für sich alleine steht. Als Fan von Trilogen und Fernsehserien (ich mag es einfach, wenn sich Charaktere weiterentwickeln) finde ich diesen Umstand natürlich schade, auch wenn ich einsehe, dass Pucks und Seans Geschichte am Ende des Romans kaum mehr etwas hinzuzufügen ist. Und dennoch ging es mir am Ende so wie am Ende eines jeden guten Buches: Ich hätte gern noch mehr davon gehabt. Das Leben auf dieser abweisenden Insel, die von Maggie geschaffenen Charaktere, sogar die Monsterpferde sind mir im Laufe der 400 Seiten ziemlich ans Herz gewachsen.
  2. Puck ist klasse. Sie ist 16 und furchtlos und sie steht für sich und ihre Familie ein. Um an dem von Männern dominierten Rennen teilzunehmen, muss sie sich gegen Vorurteile und böse Anschuldigungen behaupten. Sie ist eigenwillig und mutig, genauso, wie ich Mädchencharaktere mag 😉
  3. Die Sprache. Das hat jetzt nicht wirklich etwas mit „The Scorpio Races“ zu tun, sondern mit Maggie Stiefvater im Allgemeinen, aber tatsächlich ist es so, dass sich ihre Bücher für mich schon allein deshalb lohnen, weil sie sich immer allein durch ihre fabelhafte Sprache von anderen Büchern dieses Genres unterscheiden werden. Hier liegt so viel Magie in den Worten und so viel Poesie in den Bildern, und gerade in der Geschichte um die mystischen Wasserpferde und ihre betörende Beziehung zu den Menschen entfalten Maggie Stiefvaters Wortkünste ihre volle Wirkung.

 

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3 Kommentare zu “Gerade gelesen: The Scorpio Races

  1. Hallo Alexandra,

    Auf der Messe in Leipzig war ich auch bei ihrer Lesung – Wow! Einfach total klasse. Sie versteht es echt, sich wundervoll Worten auszudrücken.
    Die ganze Lesung dann noch mit Witz und Humor unterlegt hat sich mehr als gelohnt! 🙂

    Liebe Grüße, Celine

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