NaNoWriMo

1. November, 11.24 Uhr, und ich muss zugeben, ich habe einen klitzekleinen Moment darüber nachgedacht, dass ich jetzt schon recht spät dran bin für den NaNoWriMo, dass ich im Gegensatz zu den hunderttausenden Teilnehmern weltweit ungeheuer schlecht vorbereitet bin und dass ich es unter diesen Umständen niemals schaffen werde, das Ziel bis zum Ende des Monats zu erfüllen. Niemals. Wie auch? Ich wusste ja bis gestern noch nicht einmal genau, was der NaNoWriMo überhaupt ist. Inzwischen weiß ich es: Der NaNoWriMo ist ein Wettbewerb, an dem ich leider niemals teilnehmen kann.

Einen Roman mit 50.000 Wörtern in 30 Tagen – darum geht es beim „National Novel Writing Month“, den ein Amerikaner vor mehr als zehn Jahren erfand. Viele der Autorinnen aus den USA, denen ich bei Twitter oder Facebook folge, sprachen in den vergangenen Tagen über den NaNoWriMo, einige nehmen auch selbst daran teil. Nun habe ich ein bisschen im Internet gekramt und siehe da, es gibt sogar eine deutsche Webseite (falls noch jemand einsteigen möchte). Ich persönlich finde den NaNoWriMo genial – obwohl ich die Idee für mich, wie schon gesagt, ganz schnell wieder verworfen habe.

50.000 Wörter in 30 Tagen – das ist mal richtig sportlich. „Zurück nach Hollyhill“ hatte am Ende 77.546 Wörter – und dafür habe ich alles in allem anderthalb Jahre gebraucht (gut, ich hatte nicht die Möglichkeit, Vollzeit daran zu arbeiten, aber das haben die allermeisten derer, die am NaNoWriMo teilnehmen, schließlich auch nicht). 50.000 Wörter in 30 Tagen. Unfassbar. Aber auch eine riesige Motivation, oder nicht? Denn hier geht es am Ende nicht um den perfekten, druckreifen Roman, sondern in erster Linie darum, zu schreiben. Endlich mal anzufangen. Sich hinzusetzen und einfach loszutippseln. Es durchzuziehen und fertigzuwerden.

Viele der Bücher, die zur Technik des Romanschreibens verfasst wurden, empfehlen, den Bildschirm beim Schreiben auszuschalten oder abzudecken, damit man nicht auf die Idee kommt, dauernd an seinem Text zu feilen, sondern vielmehr erst einmal voranschreibt. Wer sich hier denkt, wow, tolle Idee, so mache ich das in Zukunft auch, für den ist womöglich auch der NaNoWriMo der richtige Weg (Ich dachte mir an gleicher Stelle: Was? Ich darf nicht feilen? Ich soll einfach drauflos schreiben? Ohne den Satz in seine perfekte Form zu bringen? Niemals!). Für mich also kommt der NaNoWriMo nicht in Frage.  Aber vielleicht für irgendjemanden da draußen? Immerhin geht es hier um ein ganz einfaches Prinzip: Just. Do it.

PS: Notiz an mich selbst: Just do it! Am Anfang eines Romans zu stehen ist wie am Fuße eines riesigen Berges zu kauern und darüber nachzugrübeln, wie man den Gipfel nun am besten, am schnellsten, am einfachsten erklimmt. Für mich beginnt der Aufstieg dieser Tage mit einem Stufenplan – GaPeStuWo sozusagen (Ganz persönliche Stufenplanwoche). Chopchop.

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2 Kommentare zu “NaNoWriMo

  1. Klingt nach einem tollen Zitat, Ihr letzter Satz. Um ehrlich zu sein, macht mich der NaNoWriMo etwas stutzig. Wie können so viele Leute ihre Romane in solch kurzer Zeit schreiben? Gut, zugegeben, wenn mich das Schreib-Fieber erstmal gepackt hat, kann ich nicht mehr damit aufhören. Aber es ist schon seltsam, wieviele Menschen unter Druck gut arbeiten können. Ich könnte das niemals. Aber ich bin ja auch erst 14, was soll’s.

    Sind Sie gut ins neue Jahr gerutscht, Alexandra Pilz?
    Mit ganz vielen lieben Grüßen.

    • Liebe Rainbow, dir auch ein schönes neues Jahr (okay, ich bin spät dran 😉
      Ich hoffe, dir bleibt dein Schreibfieber erhalten – mit 14 schon so fleißig, ich bin beeindruckt.
      Liebe Grüße, Alexandra

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